Die großen Idealisten vergangener Zeiten gibt es heute nicht mehr so reichhaltig, welche aber ein Verein braucht, um zu funktionieren und vor allem auch zu überleben. Trotzdem konnte die Gesellschaft im Jahr 1988 ihr 125 jähriges Jubiläum und Bestehen feiern. Daran erkennt man, daß es die Jäger immer verstanden haben, die Tradition und das Erbe der Vorväter zu bewahren und zu pflegen. Nicht unerwähnt sollte hier bleiben, daß das Jäger Corps die älteste uniformierte Kompanie des Hauptvereins ist. In der heutigen Zeit ist es sehr viel schwieriger die überlieferte Tradition fortzusetzen, denn es müssen immer wieder Kameraden, Freunde und Begleiter da sein, welche dafür sorgen, das die Tradition und Geschichte der Kompanie in ihrer vorhandenen Prägung, ergänzt mit dem Zeitgeist des Modernen erhalten bleibt.

Dank der Opferbereitschaft, sowie der Großzügigkeit von Kameraden, Gönnern und Freunden konnte zum 125 jährigen Jubiläum während des Hochamtes beim Titularfest in der St. Josef Kirche eine neue Kompaniefahne geweiht werden. Aus Anlass des Jubiläums lud die Gesellschaft die einzelnen Gesellschaftsführer und die Vorstandskameraden der Bruderschaft zu einem Jubiläumsempfang in das damalige Vereinlokal „Symposium“ ein, während des Empfangs überreichten die Damen der Gesellschaft für die neue Fahne den passenden Fahnenwimpel. Überraschend für alle Mitglieder trat unser 1.Hauptmann Rudi Uebel während des Jubiläumsjahres von seinen Posten zurück. An dieser Stelle soll auch Dank gesagt werden für die Arbeit und den Einsatz in all den Jahren die Rudi für den Verein geleistet hat. Nachfolger wurde sein Vorgänger Norbert Unkelbach, unter der Führung der Hauptleute Norbert Unkelbach und Albert Hartmann fiel in dem Jahr der Startschuss für eine beispielhafte Erfolgsbilanz der nächsten Jahre.

Durch tatkräftige Unterstützung vieler konnte die Gesellschaft zum Schützenfest ein eigenes Batallion unter Mitwirkung folgender Musiker aufstellen, dem Tambour Corps St.Martin Bilk, dem Fanfarenzug Garath und der Blaskappelle Köller, folgende Gastkompanien nahmen am Schützenumzug teil, die Schützenbruderschaft aus Linde, die 1.Hohenzollern Kompanie aus Gerresheim und die Gesellschaft 1981 aus Unterrath. Auch unsere Frauen wirkten aktiv mit historischen Kostümen im Festzug mit. Alle Gäste und Kameraden wurden während der Pause verpflegt, dies war nur durch die tatkräftige Hilfe aller möglich.
Dadurch das es uns erlaubt war einen eigenen Pavillon auf dem Kirmesplatz zu betreiben, waren wir natürlich mit vielen unserer Gäste dort präsent, umso größer war die Freude als am Schützenfestsonntag unser Jungschütze Ralf Linnemann neuer Regimentsjungschützenkönig wurde. Die Feierlichkeiten waren noch nicht zu Ende, da wurde der Kamerad Detlef Hartmann neuer Regimentskönig der Bruderschaft, somit stellte die Gesellschaft im Jubiläumsjahr beide Könige. Das war ein Jubelfest, wie wir es schon lange nicht mehr hatten. Beide wurden dann jeweils Sieger beim Bezirksschießen.
So ist es in der Vereins- und Kompaniegeschichte wohl einmalig, daß im darauffolgenden Jahr 1989 der abdankende Regimentsjungschützenkönig Ralf Linnemann, am folgenden Tag mit einem wohlgezielten Schuss die Platte des Königsvogels holte. Ohnedies errang wieder ein Jäger die Würde des Regimentsjungschützenkönigs, diesmal der Kamerad Michael Plähn. Das waren zwei Jahre hintereinander doppelte Königsehren für die Gesellschaft. Im Regiment und in der Kompanie erinnerte man sich an die glorreichen 30er Jahren der Jäger und hätten uns am liebsten "nicht mehr zum Schießen zugelassen".