Irgendwann ließ der männliche Nachwuchs nach, so daß man dazu überging auch Mädchen Zutritt zu unserem Pagencorps zu gewähren. Heute sind wir in der glücklichen Lage alle unsere Pagenuniformen „mit Leben“ zu füllen. Diese schwierige Aufgabe wird hervorragend vom Pagenvater Walter Schlosser, zur vollsten Zufriedenheit aller Kameraden und der Kinder ausgeführt. So passiert es alle Jahre bei öffentlichen Auftritten, dass vermehrt Anfragen zum Mitmachen gestellt werden. Natürlich war auch die Jugend im Verein erfolgreich, nicht nur das sie einige Pfänder oder Pokale erreichten, sie holten sich auch die ein oder andere Königswürde. Im Jahre 1995 wurde Patrizia Hartmann Pagenkönig der Bruderschaft und aufgrund diverser Änderungen im Schießsport wurde 1996 in der Bruderschaft erstmals ein Schülerkönig ausgeschossen. Diese erste neugeschaffene Würde errang ein Jäger, nämlich unser Schülerschütze Alexander Schaaf.

Bei den jeweiligen Neuwahlen im Jahr 1991 wurde der Vorstand bestätigt, hier traten insbesondere die beiden Hauptleute Norbert Unkelbach und Albert Hartmann hervor, die es mit Geschick und Sachverstand verstanden, die Gemeinschaft zusammen zu halten und zu festigen. Dies führte dazu dass man sich überlegte für unsere verdienten und gesundheitlich angeschlagenen Kameraden zum Schützenfestsonntag eine Kutsche mitzuführen, damit auch diese am Schützenfest entsprechend teilhaben und feiern konnten. Dies wurde nach kurzer Überlegung dann endgültig durch die entsprechende Versammlung beschlossen und für die nächsten Jahre sehr zur Freude der fahrenden Kameraden.
 

Im Jahre 1992 stellte sich die Gesellschaft den Anforderungen der Zeit und wollte sich nach reiflichen Überlegungen eine eigene Satzung geben. Aus diesem Grunde richtete man für die Vorbereitungen zu nächst eine Satzungskommission ein, der die folgenden Kameraden anhörten: Nico Schier; Albert Hartmann und Detlef Hartmann.  Die Entwürfe und Ausarbeitungen wurden dann allen Kameraden vorgestellt und so konnte die Gesellschaft im Jahr 1992 erstmals in der Gesellschaftsgeschichte eine verbindliche Satzung vorstellen.

Das „Königsfieber“ ereilte uns dann noch in den folgenden Jahren; so wurde der Kamerad Peter Böhnke im Jahre 1992 und Michael Plähn im Jahre 1994 jeweils die Würde des Regimentskönigs. Auch hier war der Jubel überwältigend. Allen Königspaaren, ob groß oder klein wird jeweils etwas Besonderes beim Einmarsch zuteil, in der Kürze des Erreichens der einzelnen Könige, müssten sich die Verantwortlichen der Gesellschaft immer wieder was Neues einfallen lassen. Gott sei Dank sind immer wieder gute Ideen der Mitglieder vorhanden um dies durchführen zu können.
Rein informativ sei noch anzumerken, das das Regiment früher einen festen Möscheträger hatte, nachdem sich in den letzten Jahren keine Kameraden mehr bereit fanden dieses auszuführen, wurde eine neue Regelung getroffen, jede Kompanie die den Regimentskönig in ihren Reihen hat, muss nun dafür sorgen und selbst den Möscheträger stellen. So konnte unsere Kompanie zufrieden sein, denn unser Kamerad Hans Wagner stellte sich jedes Mal für diese Aufgabe zur Verfügung.


Der Gemeinschaftssinn wurde in den Folgejahren groß geschrieben, nicht zu vergessen die legendären Jäger-Rallyes, welche auf Initiative von Norbert und seinen Helfern, ein Team  von Menschen, die mit der Gesellschaft nicht zu tun hatten. Diese Veranstaltungen wurden von der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vereins und Gästen an einem Samstag durchgeführt. Es waren vergnügliche und amüsante Stunden, besondere angenehm und erfolgreich waren immer die anschließend stattfindenden Siegerehrungen mit den entsprechenden Lösungen der Aufgaben.

Irgendwann kam unser Mitglied Uwe Getzlaff zum 1.Hauptmann Norbert und teilte ihm mit, das er zum Schützenfest mit einer Schwenkfahne am Festzug teilnehmen werde, dies fand einige Beachtung in den Reihen der Schützen, im Jahre 2003 wurde Uwe mit dem Fahnenschwenkerabzeichen in Bronze ausgezeichnet worden.
Nachdem der langjährige 2.Hauptmann Albert Hartmann von seinem Amt als 2.Hauptmann zurück trat, um für den Nachwuchs Platz schaffte, wurde mit seinem Sohn Detlef ein neuer 2.Hauptmann von den Kameraden gewählt.
Im Jahre 1997 konnte die Gesellschaft etwas „Neues“ in das Gesellschaftsleben integrieren, es entstand unsere 1.Internetseite (www.jaegercorps1863.de) im „WWW“, es war die erste Homepage eines Oberbilker Schützenvereins. Mittlerweile wird dies auch von anderen Gesellschaften in Oberbilk gepflegt.
 
Im Jahre 1997 wurde Norbert auf dem Krönungsball unter dem Beifall alles Anwesenden vom Vorstand zum Ehrenhauptmann der Gesellschaft ernannt.
 
Für seine erfolgreiche Arbeit und zum Wohle des Schützenwesens wurde unser 1.Hauptman Norbert Unkelbach im Jahre 1999 von Seiten der Bruderschaft mit dem St.Seb.Ehrenkreuz ausgezeichnet. Bis zu seiner schweren Erkrankung wirkte Norbert auch noch im Festausschuss der Bruderschaft erfolgreich mit. Er stand immer mit Rat und Tat erfolgreich den Kameraden und der Gemeinschaft zur Verfügung, auch nach seinem Rücktritt hatte er ein offenes Ohr für seine Jäger.
 
Aufgrund der starken Beschädigung unserer alten Gesellschaftsfahne war eine Reparatur oder Restauration erforderlich. Unser Problem war aber das in unseren alten Unterlagen lediglich ein vager Hinweis gefunden wurde, wer der Hersteller der alten Fahne war, es wurde lediglich ein Hinweis auf das Kloster Kreitz gefunden. Mit diesem setzte man sich in Verbindung, so wurden mehrere Gesprächs- und Besichtigungstermine mit dem Kloster Kreitz abgehalten. Unser Ziel war es die Fahne in ihrer Art zu erhalten, nach einigen Gesprächen mit der zuständigen Ordensschwester wurde die Fahne in die Obhut des Klosters gegeben und wir bekamen eine restaurierte Fahne zurück.


Im Jahre 1998 wurden auf der Generalversammlung die Weichen für die Zukunft gestellt, der Vorstand wurde verjüngt, es waren die Kameraden Detlef Hartmann (1.Hauptmann) und Dietmar Wöllbrink (2.Hauptmann), die nun für die Angelegenheiten der Gesellschaft mit ihrem neuen Vorstand verantwortlich waren. Die ersten verantwortungsvollen Aufgaben standen nun für den neuen Vorstand an, die Vorbereitungen für das Fest zum 135 jährigen Bestehen, aber auch hier konnte man sich auf den Sachverstand und die Zuverlässigkeit der ehemaligen Vorstandsmitglieder verlassen. Das Schützenfest konnte nach den diversen Vorbereitungen unter der Mithilfe von Musikcorps und der Teilnahme der befreundeten Gesellschaft und ihrer Mitglieder gefeiert werden. Zum 150.ten Jubiläum des Hauptverein im Jahre 1998 überreichten die beiden Hauptleute auf dem Schützenfest dem damaligen 1.Chef Egon Gautier im Namen der Gesellschaft einen Fahnennagel für die Rgt.-Standarte.
Nachdem im Stadtteil Oberbilk in den 80er Jahren das große Sterben der Lokale mit Säle stattfand, war es Aufgrund des Neubaus der Räumlichkeiten in St. Josef möglich, das Vereine dort ihre Krönungsbälle abhalten. Nachdem wir verschiedene Bälle dort, unseren Ball zum 125 jährigen in den Räumen des WBZ durchführten, konnten wir in den letzten Jahren verstärkt den neuen Fuhrhof in Anspruch nehmen, leider ist uns dies zum 135 jährigen nicht möglich und wir kehren wieder in den Pfarrsaal St.Josef zurück. Auch die Feierlichkeiten aus Anlass dieses Jubiläums waren für alle Beteiligten, ob groß oder klein ein voller und zufriedenstellenden Erfolg.

Auch in den kommenden Jahren waren wir sehr erfolgreich, so wurde erneut im Jahr 1999 ein Jäger Schülerkönig, nämlich Kerstin Küpper sie wurde im darauffolgenden Jahr Bezirksschülerprinz des Bezirksverbandes Düsseldorf-West. Unerwähnt sollte hier nicht bleiben, dass die Jugend auch diverse Pfänder und Pokale beim Pagen- und Schülerschießen holte