Wenn man heute zu einer belebten Stunde über Oberbilks Hauptstraße – die Kölner Straße – geht, dann kann man sich schwerlich vorstellen, wie es hier vor 141 Jahren ausgesehen hat. Wo sich jetzt dichtbesiedelte Straßen und weiträumiges Industriegelände erstrecken, waren 1863 Felder und Wiesen. Nur wenige Häuser lagen vereinzelt an der Verbindungsstraße zwischen Düsseldorf und Köln, der einzigen Unterbrechung des ländlichen Idylls.

Der Überlieferung nach waren es 20 Männer, die sich zuerst zusammenfanden. Erst nach und nach konnte man sich die angestrebte Jägerkleidung beschaffen. Zuerst waren es einige Geschäftsleute und Gastwirte, die durch die Fuhrleute der vom Ruhrgebiet gen Süden rollenden Pferdefuhrwerke manchen Taler verdienten. Kein Wunder, daß es zu dieser Zeit für die meisten noch nicht für einen richtigen grünen Jägerrock reichte, als man sich entschloss, ein Jäger Corps zu gründen. Die erste gemeinsame Tracht bestand deshalb aus den damals üblichen blauen Leinenkitteln.

Leider sind die Namen der Gründer nicht erhalten geblieben. Kriegsereignisse trugen wenig später mit dazu bei, daß in der Vereinsgeschichte manche Lücke vorhanden ist. Nicht angezweifelt werden darf dagegen das Gründungsjahr 1863, den aus dem Protokollbuch des Hauptvereins geht eindeutig hervor: Im Jahre 1913 konnte das Jäger Corps sein 50 jähriges Jubiläum feiern